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Pneumologie

Das Sonderfach Innere Medizin und Pneumologie umfasst eine 6-jährige Ausbildung. Diese sieht eine gemeinsame Basisausbildung mit anderen internistischen Sonderfächern im Umfang von 27 Monaten und eine Ausbildung in Pneumologie im Umfang von 36 Monaten vor. Teil der Ausbildung in Pneumologie ist eine vertiefte Ausbildung in pädiatrischer Pneumologie und Thorax-Radiologie.

1)Die Ausbildung im Sonderfach Innere Medizin und Pneumologie ermöglicht es, sowohl im intramuralen als auch im extramuralen Bereich klinisch tätig zu werden. Die Expertise der Pneumologie betrifft die Teilbereiche der Infektiologie mit dem besonderen Augenmerk auf die Tuberkulose, schlafassoziierte Atemstörungen, onkologische Erkrankungen der Thoraxorgane sowie das breite Spektrum der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD), Asthma bronchiale, interstitielle Lungenerkrankungen und die akute u. chronische respiratorische Insuffizienz

2)Die Facharztausbildung im Sonderfach Innere Medizin und Pneumologie wird mit österreichischen Facharztprüfung abgeschlossen. Das europaweit gültige HERMES Curriculum, welches von der European Respiratory Society (ERS) verabschiedet wurde, bildet die Grundlage österreichischen Facharztprüfung. Die Verankerung der HERMES-Prüfung (http://hermes.ersnet.org/) als Abschluss einer österreichischen Facharztausbildung zeigt die internationale Ausrichtung der österreichischen Pneumologie. Die Österreichische Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP) unterstützt die Facharztausbildung durch eine Vielzahl an Aktivitäten, wie z.B. Bronchoskopiekurse und eine 1mal jährliche stattfindende Summer-School.

3)Der Österreichische Strukturplan Gesundheit definiert die Strukturqualität pneumologischer Abteilungen durch die spezifischen Teilbereiche Schlaflabor, Respiratory Care Unit, Bronchologie, Funktionsdiagnostik sowie infektiologischer Einheiten für Tuberkulose und Cystischer Fibrose, neben den allgemein üblichen Teilbereichen stationärer, tagesklinischer und ambulanter Versorgung. Eine Ausbildung im Sonderfach Pneumologie im Rahmen der 36 Monate Spezialausbildung findet als Rotation durch die genannten Teilbereiche statt.

4)Die Österreichische Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP) versteht sich als Forum für die Durchführung von nationalen wissenschaftlichen Studienprogrammen (z.B. Austrian Lung Cancer Group und COPD Audit) als auch als Forum der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen europäischen Ländern im Rahmen der ERS (z.B. COPD-Audit). Die wissenschaftliche Weiterentwicklung der Pneumologie in Österreich wird  durch spezifische Stipendienprogramme unterstützt (siehe auch: www.ogp.at ).

5)Die Entscheidung für eine Facharzt Ausbildung Innere Medizin und Pneumologie ermöglicht die Erarbeitung eines breiten klinischen Spektrums an Kenntnissen und Fertigkeiten. Zentrale diagnostische Gebiete der Pneumologie umfassen die Thoraxradiologie (incl. CT, HR-CT und PET-CT), und die bronchologische Diagnostik, die ebenfalls mit bildgebenden Verfahren wie EBUS und CT unterstützt wird. Neben der bronchoskopisch-bioptischen Diagnosestellung stellt die funktionelle Beurteilung von Patienten ein wesentliches Charakteristikum des Faches dar. Die funktionelle Beurteilung von Patienten bedient sich der Blutgasanalyse, der Spirometrie und Bodyplethysmographie, der Diffusionskapazität, der Ergospirometrie sowie weiterer Verfahren wie der Messung von NO in der Ausatemluft.

6)Mit Abschluss der Ausbildung stehen dem Facharzt vielfältige Möglichkeiten im niedergelassenen und stationären Bereich offen, die sowohl ein breites Altersspektrum, ein breites Spektrum der Invasivität, als auch eine Vielzahl von herausfordernden klinischen Situationen durch seltene Lungenerkrankungen oder mutationsgetriebene Lungenkarzinome beinhalten. Das Sonderfach Innere Medizin und Pneumologie ist in Österreich im extramuralen Bereich durch etwa 200 Lungenfachärzte und im intramuralen Bereich durch 15 klinische Abteilungen ausgewiesen.

Weitere Informationen zu Fortbildungsangeboten, PhD-Programmen, Facharztprüfung, Ausbildungsstätten finden Sie auf der Homepage der ÖGP: www.ogp.at

Prim.Univ.Prof.Dr. Meinhard Kneussl
Präsident der ÖGP
2. Medizinische Abteilung mit Pneumologie, Wilhelminenspital, Medizinische Universität Wien